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Eine neue Flutwelle droht und Erdbeben lösen in der Bevölkerung Panik aus

Nach den Überschwemmungen wächst die Kritik an den Behörden. Die Umweltschutzorganisation WWF spricht von Versagen. Illegale, aber von der Istanbuler Stadtverwaltung tolerierte Siedlungen, teilweise sogar in ausgetrockneten Flussbetten, seien bei Hochwasser besonders gefährdet, erklärte die Organisation am Donnerstag. Die schwersten Niederschläge seit 80 Jahren hatten im Nordwesten der Türkei zu meterhohen Überschwemmungen geführt. Allein in Istanbul sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen.
Der WWF erklärte, neben den illegalen Siedlungen sei ein marodes Kanalisationssystem und eine Bebauung, die das Wasser daran hindere ins Meer abzufließen, für das Ausmaß der Katastrophe mitverantwortlich. "Die türkische Regierung und die Istanbuler Stadtverwaltung müssen angesichts der Flutkatastrophe unverzüglich reagieren. Zerstörte Siedlungen in Hochwasserrisikogebieten dürfen nicht wieder aufgebaut werden", fordert der WWF Deutschland.
(sueddeutsche.de/AP/dpa/holz/gba)