Erdbeben und Tsunami stürzen Chile ins Chaos
Das Chaos im Süden des Landes ist enorm. Das Krankenhaus von Puerto Saavedra stürzte ein, und es starben Patienten. Auch medizinische Zentren in Talca, Valdivia und Concepción wurden beschädigt und evakuiert. «Es gab Feuer»; «Gefängnismauern stürzten ein»; «300 Gefangene flohen in Chillán» - bruchstückhaft setzte sich in den sozialen Netzwerken des Internets am Samstag ein Bild über das Ausmaß der Katastrophe zusammen. Vom Pazifik her rollte auf die Küstenregionen eine riesige Welle zu. «Iloca (ein Küstenort) verschwand» In der südlichen Küstenstadt Lebu überschwemmte eine mehrere Meter hohe Welle die Stadt. Die Anwohner waren rechtzeitig auf angrenzende Hügel geflüchtet.
Nach dem Tsunami im Südpazifik hat ein verheerendes Erdbeben in Indonesien wahrscheinlich mehr als tausend Menschen in den Tod gerissen.
Über 85 Tote nach Tsunami auf den Samoa-Inseln Ein sehr massives Erdbeben hat am Mittwoch die Samoa-Inseln im südlichen Pazifik mit einer gewaltigen Flutwelle überspült. Dabei kamen mindestens 82 Menschen um. Der Polizeichef von Samoa, Lilo Maiava, berichtete, dass die Zahl noch steigen könne, da es noch keinen vollständigen Überblick der Verwüstung von den Siedlungen gebe. Dutzende Bewohner wurden verletzt. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 8,0 bis 8,3. Das Das Zentrum des etwa zwei bis drei Minuten dauernden Erdstoßes um 06:48 Uhr Ortszeit (19:48 Uhr MESZ Dienstag) lag 32 Kilometer unter dem Meeresboden, etwa 190 Kilometer von Amerikanisch-Samoa entfernt. Hier leben 65.000 Menschen. Ingesamt gibt es auf den Inseln zwischen Hawaii und Neuseeland rund 245.000 Bewohner. Für den gesamten Südpazifik bis hin zu Neuseeland wurde eine Tsunami-Warnung ausgelöst.
Auch in Japan und in Kalifornien wurden die Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. Im Nationalpark von Amerikanisch-Samoa sagte der Leiter Mike Reynolds, dass bei dem Beben vier Tsunami-Wellen, bis zu sechs Meter hoch gewesen seien. Die Wassermassen seien rund eineinhalb Kilometer auf das Land vorgedrungen. Im Nationalpark wurden zunächst etwa 30 bis 40 Mitarbeiter vermisst. Die Flutwellen machten mehrere Ortschaften dem Boden gleich. Menschen und Fahrzeuge wurden ins Meer gezogen und ihre Häuser zerstört. Wer sich retten konnte, floh in die höher gelegenen Gebiete. Allein in einem Krankenhaus auf der Insel Upolu lagen etwa 30 Tote, als ein Reporter einer Nachrichtenagentur die Klinik besuchte. Die Ortschaften Sau Sau auf der Insel Upolu wurde nach Angaben eines Urlaubers völlig zerstört. Dass alles sehr schnell ginge, das ganze Dorf ausgelöscht wurde und kein einziges Gebäude mehr steht, sagte der Tourist in einem Radiointerview. Bewohner der Hauptstadt von Samoa, Apia, flohen nach dem Beben im Morgengrauen aus ihren Häusern. Ein Überlebender sagte einem anderen Radiosender, dass es das stärkste Erdbeben war, dass er je erlebt hat, dass man sogar die Bäume und Häuser schwanken sah. Alles liegt auf dem Boden. Medien berichten, dass mehrere Erdrutsche in der Region Solosolo auf Upolu gewesen seien.
Die USA riefen den Notstand für Amerikanisch-Samoa aus. Die Maßnahmen vom Präsidenten Obama machen den Weg frei für Bundeshilfe in dem zu den USA gehörenden Gebiet. Dort gab es jetzt nach ersten Angaben mindestens 19 Opfer, vor allem auf der Hauptinsel, die Tutuila heißt. Der westliche Teil der Insel gehört zum unabhängigen Staat Samoa. Dort kamen mindestens 63 Menschen um. Das Erdbeben verursachte auf der Hauptinsel Upolu zahlreiche Beben in der Region Solosolo. Aus Tonga wurden auch fünf Tote gemeldet
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